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LiebesGeld: Das Buch zum Blog


Das Buch zum Blog

Statt eines üblichen Vorworts möchte ich hier einige typische Fragen beantworten, die im Zusammenhang mit diesem Buch auftauchen.

Worum geht es im Buch? Um ein großes Thema der Liebe, um ihr letztes Tabu : die Verbindung, die Liebe und Geld miteinander eingehen. Aber nicht nur. Es geht auch darum, wie ein Paar mit dem Thema Geld umgehen kann.

Wer sollte dieses Buch lesen? Jeder, der sich dafür interessiert, wie die Liebe das Geld und wie das Geld die Liebe beeinflusst. Aber auch jeder, der konkrete Lösungen für ein Geldthema seiner Beziehung sucht. Und natürlich jeder, der dabei ist, eine verbindliche Beziehung einzugehen, gleichgültig ob mit oder ohne Eheschein, und vermeiden möchte, in typische Fallen bezüglich Liebe und Geld zu geraten.

Handelt es sich um ein wissenschaftliches Buch? Nein. Ich habe das Thema und meine Thesen aus meiner 35-jährigen Erfahrung in der Beratung von Paaren heraus entwickelt. Meine Betrachtung enthält theoretische Aspekte, die stets durch praktische Beispiele aus dem Paarleben untermauert und veranschaulicht werden.

Welchen Nutzen hat das Buch? Das Buch vermittelt in erster Linie Erkenntnisse und Zusammenhänge zum Tabuthema LiebesGeld. Insofern ist es kein Beratungsbuch. Aber aus den vermittelten Grundlagen und Einsichten können Liebespartner selbst ableiten, welcher Umgang mit Geld ihrer – und nur ihrer – Beziehung entspricht. Insofern entfaltet das Buch erhebliche Beratungseffekte.

Was erfordert das Buch vom Leser / der Leserin? Das kommt darauf an, wie vertraut LeserInnen mit meiner Sichtweise auf Paarbeziehungen sind. Wer mein Konzept der » Drei Bindungsebenen oder Liebesformen innerhalb einer Paarbeziehung « kennt, liest sich schnell ins Thema ein. Wem dieses Konzept neu ist, der braucht etwas länger, gewinnt aber viele neue Einsichten. Zu den häufigsten Rückmeldungen der TestleserInnen gehörten sinngemäß folgende:

 »Hier sind viele Gedanken formuliert, die ich noch nirgendwo gefunden habe.«
• »Dem Autor ist es gelungen, ein so wichtiges Thema aus einer völlig neuen Perspektive zu zeigen. Am Anfang schien einiges ungewohnt, am Ende konnte ich das Thema anfassen.«
• »Der Text schien mir zuerst etwas dicht, aber dann fand ich es richtig spannend, mich darauf einzulassen.«
• »Das Buch hat mir viele persönliche AHA-Momente bei der Lektüre geschenkt, die ich für meine Beziehung nutzen kann.«
• »Die größte Erkenntnis für mich ist die, dass ich nicht unfähig bin, über Geld zu reden, sondern dass mir das richtige Vokabular dafür gefehlt hat.«

Ich wünsche jeder Leserin, jedem Leser dieses Buches Spannung, neue Erkenntnisse und neue Sichtweisen.
Michael Mary, im Mai 2016

Einleitung

Geld ist das letzte große Tabu der Liebe. Während die meisten Paare mittlerweile sogar über sexuelle Wünsche offen sprechen, machen sie um das Geld noch einen großen Bogen.

Die Scheu, das Thema anzufassen, ist nachvollziehbar. Kein Paar möchte seine Liebe durch etwas so Profanes wie »Geld« beschädigen. Liebe ist zutiefst persönlich und hoch emotional, Geld hingegen ist unpersönlich und kalt. Und obwohl Geld und Liebe kaum gegensätzlicher sein könnten, gehen sie in der Paarliebe eine untrennbare Allianz ein.

Zu Beginn einer Beziehung erscheint es natürlich, sich der Liebe zu- und vom Geld abzuwenden. Doch was anfangs unter den Teppich gekehrt wird, landet irgendwann auf dem Tisch. Aufgrund seiner Tabuisierung gerät das Geld, so berichten Forscher und Psychologen, auf Dauer zum Konfliktpunkt Nummer Eins in Paarbeziehungen.

Es spricht alles dafür, das Tabu um das Geld in der Liebe aufzulösen. Sonst bleibt Paaren verborgen, welchen Einfluss die Liebe auf das Geld nimmt und wie sich umgekehrt das Geld auf die Liebe auswirkt. Dazu lässt sich auf dem Buchmarkt nichts Aufschlussreiches finden. Von Ökonomen kann man zwar viel über das Geld und von Soziologen / Psychologen viel über die Liebe erfahren, aber Erhellendes zur Allianz von Liebe und Geld sucht man vergebens.

Wer das Tabu ums Geld auflösen will, muss diese Allianz ins Auge nehmen, eine Allianz, die ich mit dem Wort LiebesGeld bezeichne. Die Frage ist nur : Wie löst man die Verbindung von etwas extrem Emotionalen mit etwas extrem Profanen nachvollziehbar auf?

Das beschriebene Tabu entsteht, weil Paare der Emotion den Vorzug geben, indem sie quasi in Liebe ›versinken‹ und auf den distanzierten Blick verzichten, den es für Geldangelegenheiten braucht. Dagegen hilft nur, sich die Zusammenhänge von Liebe und Geld bewusst zu machen. Diese Zusammenhänge werde ich klar und übersichtlich darstellen.

Dazu werde ich mich in Teilen des Buchs einer unsentimentalen Sprache bedienen. Man sollte diese sachliche Sprache jedoch nicht mit Nüchternheit der Liebe gegenüber verwechseln. Im Gegenteil : Gerade weil das Geld gefühlsmäßig so tief in die Liebe verstrickt wird, braucht es einen gewissen emotionalen Abstand, um diese Verstrickung aufzulösen.

Wie gehe ich im Buch vor ? Um die Zusammenhänge von Liebe und Geld zu verstehen, ist es nötig, anfangs die Begriffe Geld und Liebe zu klären. Dabei werden die LeserInnen etliches zur Bedeutung von Geld und zur geschichtlichen Entwicklung der Paarliebe erfahren. Anschließend wende ich mich den zentralen Aspekten der Allianz von Geld und Liebe zu und beschreibe:

• die drei Dimensionen der Paarliebe,
• die drei Arten von Beziehungsgeld,
• die unterschiedlichen Temperaturen von Geld in Paarbeziehungen,
• den richtigen beziehungsweise falschen Umgang mit LiebesGeld und
• die Ambivalenz, die Geld in Paarbeziehungen entfaltet.

Nach diesen – wie gesagt relativ nüchtern wirkenden – Beschreibungen nehme ich die Liebe und damit die Emotion wieder ins Thema hinein. Dabei geht es um:

• die individuelle Bedeutung, die jeder Partner dem Geld verleiht,
• das sinnvolle Sprechen über Geld,
• unvermeidbare Komplikationen und Geld-Konflikte,
• das Verhältnis von Geld und Macht ; und darum,
• wie andere Paare mit dem Thema umgehen.

Zum besseren Verständnis illustriere ich die Darstellung mit vielen Fallbeispielen. Im letzten Abschnitt des Buches finden Sie eine Zusammenfassung. Wer sich einen knappen, aber dadurch auch recht abstrakten Überblick verschaffen möchte, kann sich diesem Teil zuerst zuwenden, in dem ich meine Thesen und Strategien in Kurzform und ohne Fallbeispiele dargestellt habe. Beachten Sie bitte auch den Anhang und das Blog zum Thema Liebesgeld.

Ich kann Ihnen versprechen, dass Sie nach der Lektüre dieses Buchs einen anderen Blick auf den Zusammenhang von Geld und Liebe haben werden als vorher. Diese Zuversicht gewinne ich aus den Rückmeldungen der 30 anonymen TestleserInnen, die das Buch vor Erscheinen auf »Herz und Nieren« geprüft haben.

Sie werden nachvollziehen, dass sich die Allianz von Liebe und Geld entweder verbindend oder trennend auf eine Beziehung auswirkt. Sie kann eine Paarliebe fördern oder auch zerstören. Es kommt alleine darauf an, wie ein Paar mit dem Thema umgeht.

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Eine Antwort “LiebesGeld: Das Buch zum Blog”

  1. Matthias
    07/10/2016 am 10:31

    (Habe den Kommentar per Email von Matthias erhalten)
    Ich habe das Buch ‚LiebesGeld‘ mit der Faszination gelesen, die einen erfasst, wenn man scheinbar altbekannte Themen in neuen Zusammenhängen und neuem Licht sieht.
    Sicherlich kann man den Begriff „Liebe“ schwer in Kategorien fassen, aber es ist andrerseits einfach eine Wohltat, in dem Buch Herkunft und Wurzeln diese wolkigen Begriffs in seinen historisch gewachsenen Zusammenhängen zu verfolgen und zu sehen, wie sich dieser einleuchtenden Systematik das Thema „Umgang mit Geld“ zuordnet.
    In der Tat das Aufzeigen eines Tabus und abgesehen von dem illektuellen Vergnügen der Lektüre auch von ganz handfestem Nutzen für den ratsuchenden Leser.
    Fazit: „Unbedingt lesenswert!“
    Matthias

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